Königsmühle
Geschichte

Die Königsmühle am Weinsberger Bach, die 1488 als Claismühle bezeichnet wurde, trägt schon 1589 ihren jetzigen Namen. Am Nesselrather Heberegister von 1605 wird "Gödtert Inn der Königs Mühle" aufgeführt. Der Kaufmann Ludwig Arnord Göbel erhielt am 5. Mai 1771 durch Verordnung des Kurfürsten Karl Theodor ein Privileg zum Betrieb einer Tabakfabrik für den Bereich der Stadt und des Amtes Solingen. Ob Göbel die ganze Mühle für seine Schnupftabakfabrik benötigte, ist zweifelhaft. Es ist anzunehmen, dass er für den verhältnismäßig kleinen Betrieb einer Schnupftabakmühle nur einen Teil der Mühle benötigte und dass die Mühle weiter als Mahlmühle betrieben wurde.

    

1828 war Heinrich Schallbruch Pächter der Königsmühle; als Eigentümer war im Urhandriß von 1829 Abraham Schmitz eingetragen. Ein oberschlächtiges Wasserrad trieb die Mühle an, mit drei Mahlgängen für Weizen, Roggen und Grütze. Der dritte Mahlgang soll nicht gebraucht worden sein.

Im Solinger Adressbuch von 1869 wird Abraham Knecht als Schleiferei- und Mühlenbesitzer zu Königsmühle genannt. Das Solinger Adressbuch nennt 1869 Eduard Schallbruch als Müller und Bäcker in der Königsmühle. Dieser zog am 31.08.1878 in die Schallbruchmühle ein; es ist anzunehmen, dass um diese Zeit der Mühlenbetrieb eingestellt wurde. Nach 1878 zogen die Eheleute Otto und Anna Heumann, geb. Hartloff in die Königsmühle, um dort neben ihrer kleinen Landwirtschaft eine Schankwirtschaft zu betreiben.

Seit August 2007 betreiben, nachdem sie fast 15 Jahre das "Steinenhaus" geführt haben, die Gastronomen Susanne und Klaus Krämer die Königsmühle.